Der öffentliche Raum - Teil 2

Umfrage am 11.7.2009

Sommer - Zeit für die Wiederholung unserer Umfrage vom November. Die Voraussetzungen haben sich geändert. Die Lebensmittelhändler haben keine Angst mehr davor, dass ihnen die Ware erfriert, es schneit nicht, regnet selten - es lohnt sich seine Waren im Freien anzubieten. Jeder noch so kleine Gastronomiebetrieb hat Tisch und Stühle vor dem Haus. Beste Voraussetzungen für uns zu erfahren, wie die Menschen diese Nutzung des Raumes, der uns allen gehört, sehen.  126 Personen wurden gefragt:

Wie empfinden Sie...




...die Werbebanner und Kundenstopper








Stört mich

29




Stört mich nicht

87




Stört mich teilweise

1




9 Personen war das noch gar nicht aufgefallen.
Kommentare:
Eventuell zahlen- und flächenmäßig begrenzen.

Nur 1x pro Laden?
Soll den Fluss nicht behindern - darf keine Barriere sein.
Die Figur auf dem Gehweg in der Myliusstrasse stört.
Dezent - dann darf´s sein.



...die Werbeschilder an den Geschäften








Stört mich:    9

Stört mich nicht:   113

   

Stört mich teilweise:   2

2 Personen war das noch gar nicht aufgefallen.
Kommentare:
Auf eine Verträglichkeit mit der historischen Bausubstanz achten.
Sollen harmonieren.
Sollen nicht in den Raum ragen.
Nicht vereinheitlichen.
Kentucky Fried Chicken ist ein absolutes Negativbeispiel.



...die Warenauslagen der Geschäfte





Stört mich
17



Stört mich nicht
96



Stört mich teilweise
13






Kommentare:
Es darf nicht behindern.
Fluchtwege müssen da sein.
Firma Aigner stört.
Soll begrenzt werden 2x.
Dezent darf es vorhanden sein 3x.
"Ich gehe absichtlich Umwege um die Seestrasse, da so viel im Weg steht.
Kenne mehrere LeidensgenossInnen, hätte schon Geld zum ausgeben, tue es anderswo."



...die Außenbewirtung



Stört mich:  5






Stört mich nicht:  115






Stört mich teilweise:  6

Kommentare:
Bei der Außenbewirtung sollte man differenzieren.
Ob beim Dönerladen 2 Tische draußen stehen müssen?
Nur der Marktplatz ist gut.
Darf nicht ausufern.
Störend wenn es zu eng wird 7x.
Als Beispiele dazu:
In der Aspergerstraße wird es immer schwerer durchzukommen.
 Wilhelmstraße.
Bitte an Menschen mit Sehbeinträchtigung denken!
An Kinderwagen denken.
Restaurant Moro (Marktplatz) hat  zuviel "Wildwuchs".



...die unterschiedliche Bestuhlung



Stört mich:  6




Stört mich nicht:  118





Stört mich teilweise:  0


2 Personen war das noch gar nicht aufgefallen.
Kommentare:
Keine Plastikstühle!
Die Bestuhlung sollte hochwertig sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Bürger sind mehrheitlich zufrieden damit, wie der öffentliche Raum gestaltet ist, solange alles in Maßen geschieht. Kundenstopper werden gar nicht mehr wahrgenommen, wenn sie im "Rudel" auftreten. Zu viel Ware vor einem Laden schreckt eher ab. Dringend geboten ist die Einhaltung von Wegebreiten, sowohl bei den Warenauslagen als auch bei der Gastronomie. Und solange der Stuhl bequem ist, nimmt man gerne Platz um das einzigartige Flair dieser Stadt zu geniessen.



Wie immer hatten wir auch ein offenes Ohr für Bemerkungen und Vorschläge, die nichts mit dem Thema der Umfrage zu tun haben:

Es gibt zu viele Ramschläden, wo früher Fachgeschäfte waren.
Elektronisch verstärkte Musik von Straßenmusikanten ist störend. 2x
Überhöhte Bordsteine sind gefährlich für Radfahrer und hinderlich für Kinderwagen.
Radfahrer in der Fußgängerzone und auf den Gehwegen fallen negativ auf. 2x
Es sollte mehr für Radfahrer getan werden. 2x
Das Wasserspiel hinter der Stadtkirche gefällt nicht und stört. 3x
Öffentliche Toiletten sind eine Zumutung. Sind dreckig und stinken.
Kann das Ausspeien auf der Straße nicht ausstehen. Müll gehört in den Abfalleimer.
Das Ausspucken von Kaugummis gehört wie in Singapur bestraft.
Die Politessen sind so scharf, als ob sie eine Beteiligung bekämen - bewirkt ein Ausweichen auf´s Breuningerland. Mein Mann ist behindert, dadurch benötigen wir bei einem Gang in die Stadt oft an verschiedenen Stellen (Kurzzeit-) Parkplätze.
Und hier noch abschließend ein Hinweis ans Grünflächenamt:
Neben dem Fußweg zwischen Wilhelm-Nagel-Straße und Reichertshalde wuchert es so üppig, dass man kaum mehr durchkommt.
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Und hier geht es zur ersten Umfrage zu diesem Thema (November 2008)