Zweites Meinungsbild zur Umgestaltung des Schillerplatzes

Ergebnis der Umfrage am 23.2.2008




Wir bedanken uns bei allen Bürger/Innen, die sich die Zeit genommen haben, uns Ihre Meinung zukommen zu lassen.  Ob persönlich, per Email oder Postkarte - so funktioniert die neuartige politische Kultur, die vor zwei Jahren auf der Zukunftskonferenz ins Leben gerufen wurde.

Die Meinungen sind schnell zusammengefasst. Wie auch schon bei der ersten Umfrage wünscht sich die grosse Mehrheit keine Bebauung, sondern den Erhalt des Platzes. Er soll begrünt werden, mit Sitzmöglichkeiten ohne Konsumzwang, aber auch ein Cafe mit Freisitz wäre willkommen. Beim Thema Verkehr sind die Ansichten unterschiedlicher. Knapp zwei Drittel bevorzugen eine Verkehrsführung für alle Fahrzeuge um den Platz herum. Gut ein Drittel teilt sich auf in die Varianten: Nur Busse und Radfahrer in der Diagonale und alles so lassen wie es ist.









Es wurde gepunktet...

Gepunktet Aus Zuschriften Gesamt
Den öffentlichen Platz im Gesamten erhalten 63 1 64
Verkehrsfrei (Verkehr drumherum)
35 2 37
Diagonal halbiert für Busse und Radfahrer 16 0 16
Diagonal halbiert für den gesamten Verkehr 6 0 6
Überbaut 0 1 1
Tiefgarage 2 1 3


...Ideen und Kritik zu Papier gebracht...    

...und gemalt...

Der Platz soll grün werden
(Kastanien)Bäume
Sitzmöglichkeiten / Bänke ohne Konsumzwang
Keine Bebauung durch die KSK
Brunnen / Wasserspiele
Cafe mit Freisitzfläche
Brunnen / Wasserspiele
Freifläche erhalten
(Riesengroßer) Spielplatz
Ruhezone / Oase
Blumenbeete
Boulebahn
Rampe von Schulbückele her / Barrierefreier Platz
Keine Geschäfte / Läden
Keine Bushaltestelle in der Platzmitte
Keine weitere Verschandelung, genug ist genug  
Freitreppe
Eiscafe
Spielplatz auch für große Kinder
Entsiegeln
Fußgängersteg über diagonale Straße
Unterführung für Verkehr
Vorrangschaltung für Busse in der Diagonale
Platz nivellieren / Schiller tieferlegen

16
10
10
7
6
5
4
4
3
3
2
2
2
2
2
1
1
1
1
1
1
1
1
1


...noch mehr gemalt...

...Kommentare abgegeben...


  • Parkähnliche Wege mit Findlingen
  • Wege mit weichem Belag
  • Brunnen mit Schillerdenkmal in der Mitte des Platzes
  • Schubartdenkmal in der NW-Ecke
  • Platz als Barockgarten anlegen
  • Cafe als Pavillon
  • Litfasssäule
  • Das Mäuerchen als Begrenzung erhalten
  • Läden in bestehendem KSK-Gebäude anlegen
  • Rückbau der KSK
  • Bebauung entlang Schulbückele, es entsteht ein quadratischer Platz      
              (maximal 3-geschossig, mit Ladengeschäften)
  • Die Angst vor Obdachlosen und Drogenabhängigen ist Polemik


Der Künstler...
Hallo POZ,
vielen Dank, dass Sie dieses Problem angehen. Mich packt die Wut, wenn ich höre, dass die Planung der Kreissparkasse überlassen wird; die Planung gehört in die Hände versierter und neutraler Stadtplaner. Ziel müsste es sein, den Platz wiederherzustellen, was m. A. nur gelingt, wenn man den Autoverkehr aus der Diagonalen (die man für Fußgänger reserviert) herausnimmt und über Schiller- und Solitudestr. führt (Myliusstr. könnte Einbahn in Richtung Bahnhof werden, Richtung Stadt könnte man über Solitudestr. fahren). Auf lange Sicht müsste der unorganische Vorbau der NO-Ecke der Kspk. zurückgebaut werden, von der Myliusapotheke aus sieht man, wie störend dieser ist. D. h. nicht Vorbau der Kspk., sondern Rückbau (auch wenn es billig klingt: wir sind das Volk und die Sparkasse ist eine gemeinnützige Institution, die geschaffen wurde, den einfachen Leuten das Leben zu erleichtern). Der Platz selber sollte eine grüne Oase der Ruhe werden, die sie einst war (der Plattensee für eine Omnibushaltestelle ist hoffentlich vomTisch! - der Halt bei Aigner ist doch viel besser). Was mich wundert, von prominenten Ludwigsburgern (Kulturschaffenden, Stadthistorikern, Architekten) hört man in dieser Sache nichts; zu ihrer Ehrenrettung möchte ich annehmen, dass diese mehr im Verborgenen für Hilfe sorgen. Könnten die POZ diese etwas aktivieren?
Email-Zuschrift (Name ist uns bekannt)

Splitter

Wem gehört der Schillerplatz eigentlich?
Der Schillerplatz MUSS wieder mit Kastanienbäumen bepflanzt werden...mindestens 7 Stück.
Wasserspiele, keine so mickrigen Sprudler wie auf dem Rathaushof.
Die KSK hat kein Recht, den städtischen Grund und Boden einfach zu kassieren!
Wir brauchen keine zusätzlichen Ladengeschäfte mehr.
Neue Geschäfte? - wozu und was für welche?
Glauben Sie, das hat irgendeine Auswirkung, was Sie hier tun?
(Eine Frage, die uns oft gestellt wird. Unsere Umfragen  sollen der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Letztendlich liegt es in deren Hand was geschieht. Dafür wurden sie gewählt.)





...  und sein Traum von einem Platz

Herr Albert Sting hat folgendes zu sagen:
1. Die Straßenführung von der Myliusstraße zur Arsenalstraße und umgekehrt sollte südlich und östlich um den Platz gelenkt werden. Das Straßenstück der Solitudestraße hat, wenn die Parkplätze aufgegeben werden, ein ausreichendes Volumen von 3-4 Spuren. Das Stück zwischen Mathildenstraße und Schillerstraße müsste möglicherweise etwas erweitert werden. Dieses gewinkelte Straßenstück könnte ohne weiteres den Verkehr aller Zu- und Abfahrten aus der Mylius-, Schiller-, Mathilden-, Solitude- und Arsenalstraße aufnehmen und als geschwindigkeitsbremsender Verkehrsknoten wirken.
2. Das diagonale 4-spurige Straßenstück über den Schillerplatz kann ganz aufgehoben und renaturalisiert werden. An den auf den Platz zuführenden Straßen müsste nichts wesentliches geändert werden.
3. An der Nordseite des Platzes, südlich der Schulgasse könnte ein Gebäude erstellt werden, etwa in der Flucht des gegenüberliegenden Flügels der Arsenalkaserne, so wie das ursprünglich geplant war. Das Gebäude sollte nicht zu hoch sein, max. 3-geschossig. Dieses Gebäude könnte die von der Kreissparkasse in Vorschlag gebrachten Ladengeschäfte aufnehmen. Mit diesem Haus würde der Schillerplatz ungefähr seine quadratische Grundfläche erhalten, die einst gedacht war.
4. Der Platz sollte dann reiner Fußgängerbereich werden, ein Platz der Ruhe und des Spiels, auch ein Festplatz. Eine Andienung von Geschäften ist von ihm aus nicht nötig.
5. Die Bepflanzung und Möblierung wäre genau zu planen. Auch niedrige Mauern sollten die Passanten nicht behindern. Wege können mit einem angenehm weichen Belag versehen werden.
6. Sollte ein Tiefgarage gebaut werden, wäre das ohne Störung des Verkehrs nach Fertigstellung der Straße im Süden und Osten des Platzes in aller Ruhe (3 Jahre dauert solch ein Bauwerk in aller Regel) möglich. Die Einfahrt zur Garage könnte im Norden in Verlängerung der Arsenalstraße liegen. Dort würde der Strom der Fußgänger nicht stören. Dort könnte, wenn nicht mitten im Platz, der Fußgängerein- und ausgang zur Tiefgarage liegen. Diese Zugänge zur Tiefgarage könnten mit einer Fußgängerunterführung im Zuge der Myliusstraße und des Übergangs zum Arsenalplatz kombiniert werden. Dann wäre der Fußgängerfluss ungestört und der Fahrzeugverkehr wesentlich weniger gebremst und flüssig um den Platz, was auch weniger Schadstoffausstoß zur Folge hätte. Wenn ich noch weiter denke, kann ich mir vorstellen, dass in diesen unterirdischen Zugängen zur Belebung Boutiquen oder Läden, auch ein Zugang zur Sparkasse eingebaut werden würde. Man könnte vielleicht von einer "Schillerpassage" sprechen. Die Ausfahrt der Tiefgarage würde ich im Süden des Platzes auf die Straße hin legen.Der ausfahrende Autofahrer müsste zwar vorsichtig sein, hätte aber Zufahrt nach allen 4 Himmelsrichtungen.
7. Die Ampeln könnten bestehen bleiben. Müssten aber neu programmiert werden. Die beiden ampelgesteuerten Fußgänger-Überwege auf dem Platz könnten entfallen.
8. Entscheidend für das ganze Konzept ist es, wieviel Geld die Stadt dafür in die Hand nehmen will und kann.


Falls Sie das Ergebnis der ersten Umfrage vom April 2007 interessiert: Bitte schön, hier ist sie.

Und das Ergebnis der dritten Umfrage vom Juni 2008 finden sie hier.
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